Die Instrumente Conjunto Ucayalis
Conjunto Ucayali verfügt über 30 verschiedene Instrumente, die allesamt auf der Bühne bei einem Konzert gespielt werden. Von der jedem bekannten Blockflöte oder der klassischen Geige bis hin zu exotischen Instrumenten wie der Quijada, einem Eselkiefer.
Jeder der Musiker spielt virtuos mehrere Instrumente. Hier wird eine Auswahl der Instrumente vorgestellt.
Charango
Es ist ein Saiteninstrument, dessen Resonanzkörper ursprünglich aus dem Panzer eines Gürteltiers bestand. Heutzutage werden neben dem Gürteltierpanzer auch Resonanzkörper aus Holz verwendet.
Das Charango hat insgesamt 10 Saiten, von denen jeweils 2 dichter beieinanderliegend auf den gleichen Ton gestimmt sind, die mittleren Saiten liegen allerdings eine Oktave auseinander.
Ronroco
Eine größere Form des Charango mit unterschiedlicher Saitenstimmung. Das Zupfinstrument wurde in Bolivien entwickelt.
Gitarre
Sie ist vielleicht das bekannteste Saiteninstrument. Sie ist zwar arabischen Ursprungs, aber ihre meiste Entwicklung und Popularität hat sie in Spanien erreicht.
Cuatro Venezolano
Das Cuatro ist eine kleine viersaitige Gitarre, die in Venezuela und Kolumbien gespielt wird.
In Venezuela ist das Cuatro weit verbreitet, und das Instrument spielen zu lernen ist an vielen Schulen Pflichtfach. Es wird mit schnellen rhythmischen Schlägen gespielt und eher selten gezupft. Gestimmt wird das Cuatro ähnlich wie die Ukulele.
Tiple
Saiteninstrument aus Kolumbien; ähnlich der Form einer Gitarre. Es besitzt 12 Stahlsaiten gruppiert in 4 Trios. Es zeichnet sich aus durch einen kristallklaren Klang, der uns an das Cembalo erinnert. Seine Stimmung entspricht den 4 ersten Saiten der Gitarre. Seine größte Bedeutung hat das Instrument in der folkloristischen Musik Kolumbiens.
Quena
Die Quena, auch Andenflöte genannt, ist ein südamerikanisches Bambusblasinstrument, welches besonders in Peru und Bolivien verbreitet ist.
Sie wird zwar wie eine Blockflöte gehalten, aber während bei der Blockflöte der Luftstrahl kanalisiert wird, um die Spalte (Labium) zu treffen und den Ton zu erzeugen, muss man bei der Quena den Luftstrahl formen, um die scharfe Vibrierkante zu treffen.
Siku
Auch bekannt unter dem spanischen Namen Zampoña. Es ist eine Panflöte, die aus Bambusrohr hergestellt wird. Meist besteht sie aus zwei zusammengebundenen Reihen, die jeweils in Terzen gestimmt sind. In größeren Folkloregruppen wird sie auch einreihig zwischen zwei Musikern gespielt, wodurch die Musiker in einem ständigen Dialog stehen.
Bombo Legüero
Die bombo legüero stammt aus der Provinz Santiago del Estero, Argentinien und wird an einem Stück aus dem Stamm des Flaschenbaumes, welches ein weiches Holz hat, gebaut. Die Spannriemen und das Fell sind aus Rindsleder. Sie wird "legüero" genannt, weil sie in einer Entfernung von einer "Legua" (etwa fünf ein halb Kilometer) zu hören ist.
Cajón Peruano
Dieses Schlaginstrument kommt aus Peru. Es ist eine aus Holz bestehende Kiste mit einem Resonanzloch auf der Frontplatte der gegenüberliegende Seiten. Der Klang ist einem Schlagzeug ähnlich. Es wird mit den Händen gespielt, während man darauf sitzt.
Conga
Handtrommel kubanischen Ursprungs. Sie wird aus Holz oder Fiberglas hergestellt. Die Durchmesser können unterschiedlich sein. Ein Conga-Set besteht aus einer Tumba (tiefer Ton), Einer Conga (mittlerer Ton) und einer Quinto (hoher Ton), die häufig als Solotrommel eingesetzt wird.
Bongos
Paarweise verwendete Einfelltrommeln, die mit dem Finger oder mit den Händen gespielt wird. Sie stammen aus Kuba. Bongos werden hauptsächlich im Son Cubano und in der Salsa Musik verwendet.
Cajita (kleine Klapperkiste)
Peruanisches Schlaginstrument, das häufig in der afroperuanischen Musik verwendet wird. Befestigt an einem Tragegurt um den Hals, öffnet und schließt der Musiker den aufklappbaren Deckel, während die andere Hand mit einem Holzschlägel die Front- und die Nebenseite schlägt.
Batá-Trommeln
Es sind afrokubanische Perkussionsinstrumente. Sie sind sanduhrförmig, die Felle sind an beiden Seiten mit Spannhaken gestimmt. Sie bestehen aus drei verschiedenen Größen: "Iyá" (Mutter), die größte und tiefste Trommel, "Itolele" (Vater) ist die mittlere und "Okónkolo" (Sohn), die kleinste Trommel. Sie werden von beiden Seiten gespielt. Die Batá-Trommeln sind sehr eng mit dem Santería-Glauben und der Mythologie der Yorubas verbunden.
Maracas
Ursprünglich aus einer gewachsenen Kalebasse hergestellt. Der Klang entsteht durch die enthaltenen Samenkörner. Heute werden diese aus Leder oder Holz gefertigt.
Sie bestehen aus einem hohlen Korpus mit einer körnigen Füllung, am Korpus ist ein Handgriff befestigt. Sie finden ihren Ursprung in dem indianischen Taino-Volk (Karibik) und werden immer paarweise gespielt.
Güiro
Ursprünglich ein ausgetrockneter Kürbis mit eingearbeiteten Kerben auf der Oberseite. Mit einem Stab fährt man über die Rillen. Heutzutage wird dieses Instrument auch aus Holz oder Kunststoff hergestellt.
Palo de Lluvia
Der Regenstock ist ein Stammkaktus. Die Stacheln werden in den Stamm getrieben, der Hohlraum mit kleinen Körnern oder Kiesel-Steinchen befüllt und geschlossen.
Durch leichtes Schräghalten und Drehen des Instrumentes erklingt ein sanftes Regengeräusch.
Dieses Instrument stammt aus Mexiko.
Quijada
Dieses Instrument wird häufig in der afroperuanischen Musik gespielt. Es handelt sich um den Unterkiefer eines Esels oder Pferdes, in dem die losen Zähne klappern, wenn es mit der Faust geschlagen wird.

